EU und Indien beschließen Freihandelsabkommen

29. Januar 2026

EU und Indien beschließen Freihandelsabkommen

Die EU und Indien haben die Verhandlungen über ein historisches, ehrgeiziges und wirtschaftlich bedeutendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Es wird die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen der zweit- und der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt in einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen und globaler wirtschaftlicher Herausforderungen stärken und ihr gemeinsames Engagement für wirtschaftliche Offenheit und regelbasierten Handel unterstreichen.

Chancen für europäische Unternehmen aller Größenordnungen
Indien wird der EU Zollsenkungen gewähren, die kein anderen Handelspartner erhalten hat. So werden beispielsweise die Zölle auf Autos schrittweise von 110 Prozent auf bis zu 10 Prozent gesenkt, während sie für Autoteile in fünf bis zehn Jahren vollständig abgeschafft werden. Zölle von bis zu 44 Prozent auf Maschinen, 22 Prozent auf Chemikalien und 11 Prozent auf Arzneimittel werden ebenfalls weitgehend abgeschafft.
Ein eigenes Kapitel wird auch kleinen EU-Unternehmen helfen, die neuen Exportmöglichkeiten voll auszuschöpfen. So werden beide Seiten spezielle Kontaktstellen einrichten, die den KMU einschlägige Informationen über das Freihandelsabkommen zur Verfügung stellen und ihnen bei allen spezifischen Problemen helfen, die sich bei der Nutzung der Bestimmungen des Freihandelsabkommens ergeben könnten. Darüber hinaus werden die KMU besonders von den Zollsenkungen, der Beseitigung rechtlicher Hindernisse, der Transparenz, der Stabilität und der Vorhersehbarkeit profitieren, die das Abkommen bietet.

Privilegierter Zugang zum Dienstleistungsmarkt und Schutz des geistigen Eigentums
Das Abkommen wird EU-Unternehmen einen privilegierten Zugang zum indischen Dienstleistungsmarkt gewähren, einschließlich Schlüsselsektoren wie Finanzdienstleistungen und Seeverkehr. Es enthält die ehrgeizigsten Verpflichtungen Indiens im Bereich der Finanzdienstleistungen, die über das hinausgehen, was das Land anderen Partnern gegenüber eingegangen ist.
Das Abkommen bietet ein hohes Maß an Schutz und Durchsetzung der Rechte an geistigem Eigentum, einschließlich Urheberrecht, Marken, Designs, Geschäftsgeheimnisse und Sortenschutzrechte. Es baut auf bestehenden internationalen Verträgen über geistiges Eigentum auf und bringt das indische und das EU-Recht für geistiges Eigentum einander näher. Dadurch wird es für Unternehmen in der EU und in Indien, die auf geistiges Eigentum angewiesen sind, einfacher, auf den Märkten des jeweils anderen Landes Handel zu treiben und zu investieren.

Quelle: https://germany.representation.ec.europa.eu/news/eu-und-indien-beschliessen-freihandelsabkommen-2026-01-27_de

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